Tipps zur Datenrettung 1. Tools für die kostenlose Datenrettung
Im Folgenden werden einige kostenlose Programme vorgestellt, mit denen es möglich ist verloren gegangene Daten oder beschädigte Festplatten und Speichermedien wie USB – Sticks und CDs wiederherzustellen bzw. wieder lesbar zu machen. Eine 100 % - ige Garantie, dass alle beschädigten oder gelöschten Daten wieder verwendet werden können, gibt es natürlich nicht, aber da die Programme alle kostenlos benutzt werden können, sollte man die Freeware dazu nutzen, um wenigstens diese Daten wieder zu bekommen, die von den Programmen wiederhergestellt werden.
Bevor man sich für eines der kostenlos im Internet zur Verfügung gestellten Programme entscheidet und sie dafür einsetzt, um seine gelöschten Daten wieder herstellen zu lassen, sollte man vorher berücksichtigen, welche Formatierung die zu suchenden Dateien hatten. Dabei kann man unter den Eigenschaften des Datenträgers das Dateisystem ausmachen. Es gibt unter anderem die Dateisysteme FAT und NFTS, anhand die man sich entscheiden kann, welches Datenrettungsprogramm man am besten anwenden sollte. Unter dem Dateisystem FAT fallen die Betriebssystem Windows 98 und ME sowie USB-Sticks und Flashspeicher und unter NFTS die Betriebssysteme Windows 2000, XP und Vista.
Smart NTFS Recovery.
Das Programm Smart NTFS Recovery kann man für alle Festplatten und Datenträger verwenden, die das Dateiensystem NFTS benutzen.
Zunächst legt der Benutzer bei diesem Programm einen Speicherort fest, in dem die später gefundenen Dateien gespeichert werden sollen. Danach kann man das Programm mit dem Prozess der Datenrettung starten, indem man auf „Suchen“ klickt. Der Benutzer kann zudem bestimmte Optionen für die Suche festlegen. Dabei gibt es unter anderem die Möglichkeit, dass man den Dateinamen angibt oder auch nur den Dateityp „*.*“ oder „*.mp3“ auswählt, um entweder nach allen Daten zu suchen oder nur nach MP3 – Dateien. Das Programm wird dann die von ihm gefundenen Dateien auflisten und dazu noch angeben, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass diese Dateien wiederhergestellt werden können. Für den letzten Schritt muss man nur noch Dateien aus der Liste auswählen und auf „Wiederherstellen“ klicken.
Smart NTFS kann unter dem Link http://www.pcfreunde.de/download/l10251/smart-ntfs-recovery/ kostenlos heruntergeladen werden.
Smart FAT Recovery
Das Datenrettungsprogramm Smart FAT Recovery ist für alle Datenträger und Festplatten geeignet, die das Dateisystem FAT nutzen. Die meisten der Speichermedien haben dieses System. Für die Benutzung dieses Systems muss man genauso vorgehen wie oben unter Smart NTFS Recovery beschrieben. Erstens wird der Speicherort festgelegt, dann wird Smart FAT Recovery nach den Dateien suchen und anschließend kann man die gewünschten Dateien wiederherstellen lassen und abspeichern.
Ein kostenloser Download von Smart FAT Recovery ist auf http://www.pcfreunde.de/download/l12278/smart-fat-recovery/ möglich.
Recuva Portable 1.28.424
Mit dem Recuva Portable 1.28.424 können Daten auf dem Computer wieder hergestellt werden, die man aus Versehen gelöscht hat. Bei diesem Programm muss man zunächst die Art der Dateien, die wiederhergestellt werden sollen und das Speichermedien, das geprüft werden soll, festlegen. Recuva Portable durchsucht auf Anweisung sowohl interne Medien wie zum Beispiel die Festplatte als auch externe Medien, zu denen unter anderem eine SD- Karte und ein USB – Stick zählt. Als Resultat der Wiederherstellung erhält man eine Liste von Daten und Dateien mit dem Hinweis, ob sie wiederhergestellt oder nicht mehr gerettet werden können. Recuva Portable ist auf den Betriebssystemen Win98, 98SE, 2000, XP und Vista anwendbar und kann auch ohne eine vorherige Installation von einem Memory – Stick aus benutzt werden. Das Programm kann unter http://recuva-portable.softonic.de/download heruntergeladen werden.
Roadkil's Unstoppable Copier 4.1
Dieses Programm kommt zum Einsatz, wenn auf CDs und DVDs Daten gelöscht wurden und diese widerhergestellt müssen. Wenn eine CD zerkratzt ist, kann es sein, dass nicht alle Daten auf diesem Träger einwandfrei zu lesen sind oder es kommt aus anderen Gründen dazu, dass die Datenträger nicht mehr funktionieren.
Für die Wiederherstellung muss man zunächst die beschädigte CD oder DVD in das Laufwerk legen und das Programm zur Datenrettung starten, indem man bei Roadkil's Unstoppable Copier 4.1 das Quell – und Ziellaufwerk eingibt. Das Programm kann dadurch viele der verloren gegangenen Daten wiederherstellen.
Roadkil's Unstoppable Copier 4.1 ist anwendbar auf WinXP und Vista und kann unter dem folgenden Link http://roadkils-unstoppable-copier.softonic.de/download kostenlos heruntergeladen werden.
Pandora Recovery 2.1.1
Mit dem Datenrettungsprogramm Pandora Recovery 2.1.1 können vermeintlich verloren gegangene Daten wieder benutzt werden, auch wenn man den Papierkorb bereits geleert hat.
Das Programm enthält einen Assistenten, der dem Nutzer bei jedem Schritt für die Herstellung der gelöschten Daten zur Seite steht. Doch auch ohne die Benutzung der Hilfsfunktion, kann das Programm schnell und einfach angewendet werden. Hierbei kann man zunächst aus den drei Möglichkeiten für die Suche den „Browse – Modus“, den „Search – Modus“ und den „Deep Scan“ auswählen. Mit dem Browse – Modus erhält man die gelöschten Daten genauso gezeigt wie in einem Fenster von Windows – Explorer, in dem man dann nach seinen Daten suchen kann, die wiederhergestellt werden sollen. Klickt man auf eine der Dateien, dann werden diese wieder hergestellt. Mit dem Search – Modus hat man die Möglichkeit genaue Angaben wie zum Beispiel den Dateinamen, die Dateigröße oder den Speicherort der Datei anzugeben, wonach Pandora Recovery 2.1.1 suchen soll. Mit dem Deep Scan kann man zusätzlich auch seine gelöschten Bilder in den Formaten JPG, BMP, PNG und GIF wieder erhalten.
Pandora Recovery 2.1.1 kann auf den Betriebssystemen Win2000, XP, 2003 und Vista angewendet werden. Das Programm kann man unter http://pandora-recovery.softonic.de/download herunterladen.
HDClone Free 3.7.4
Das Programm HDClone Free 3.7.4 ist für eine doppelte Sicherung von Daten, die auf der Festplatte gespeichert sind, vorgesehen. Einerseits kann diese kostenlose Software eine einfache Übertragung der gespeicherten Daten von einer kleineren auf eine größere Festplatte ermöglichen. Andererseits kann HDClone Free 3.7.4 dazu verwendet werden, Sicherheitskopien seiner Dateien zu erstellen. Diese können dann bei einem möglichen Datenverlust für die Datenrettung benutzt werden.
HDClone Free 3.7.4 kann man kostenlos unter http://hdclone.softonic.de/download herunterladen. Nach der Installation des Programms wird das Programm mit der Erstellung einer eigenen Startdiskette, die ein eigenes Betriebssystem besitzt, beginnen. Von diesem aus wird das Programm für die Wiederherstellung der Daten später gestartet. Zunächst muss jedoch der Computer neu gestartet werden. Anschließend kann man das Programm benutzen, mit dem man die Möglichkeit Sicherheitskopien als Ersatz bei möglichen Datenverlusten auf der Festplatte zu erstellen. Das Programm bietet die Funktion an, verschiedene Optionen für die Erstellung der Kopien festzulegen. HDClone Free 3.7.4 ist auf den Betriebssystemen Win95, 98, 98SE, Me, 2000, NT, XP, 2003 und Vista anwendbar.
Undelete Plus 2.98
Das Datenrettungsprogramm Undelete Plus 2.98 kann verloren gegangene oder versehentlich gelöschte Daten sowohl auf der Festplatte als auch auf CDs und USB – Sticks wieder herstellen. Die Datenrettung kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen, wobei man die Suche auch filtern kann und sie auf bestimmte Dateien oder Speicherorte reduzieren kann, um Zeit zu sparen.
Das Programm kann einfach angewendet werden, indem es für die Suche nach gelöschten Daten gestartet und zudem eine Eingrenzung unter anderem der gesuchten Dateien, der Dateitypen und der Speicherorte vorgenommen wird. Undelete Plus 2.98 zeigt dann als Resultat in einer Liste, welche Daten gefunden werden konnten. Zudem gibt das Programm auf einer Brandbreite von schlecht bis sehr gut an, inwieweit die jeweiligen Dateien wieder hergestellt und verwendet werden können.
Das Programm ist auf den Betriebssystemen Win98, 98SE, Me, 2000, NT, XP, 2003 und Vista anwendbar und kann unter http://undelete-plus.softonic.de/download kostenlos heruntergeladen werden.
PC Inspector Smart Recovery 4.5
Das Besondere beim Datenrettungsprogramm PC Inspector Smart Recovery 4.5 ist, dass es Daten auf Speicherkarten wie zum Beispiel auf digitalen Kameras und USB – Sticks wieder herstellen kann. Beim Start des Programms, um verloren gegangene Daten wieder herzustellen, muss man zunächst auswählen, welche Datenträger durchsucht werden sollen und wo sie bei einer möglichen Rettung gespeichert werden sollten. Anschließend beginnt PC Inspector Smart Recovery 4.5 mit seiner Suche und der Wiederherstellung, indem es die gelöschten Daten wieder zusammensetzt. Das Programm ist auch für Anfänger leicht verständlich und einfach zu handhaben. Man kann es auf den Betriebssystemen Win95, 98, 98SE, Me, 2000, NT und XP anwenden. Der kostenlose Download von PC Inspector Smart Recovery 4.5 ist auf http://pc-inspector-smart-recovery.softonic.de/download möglich.
CD Recovery Toolbox Free 1.1.11
Mit dem Datenrettungsprogramm CD Recovery Toolbox Free 1.1.11 ist es möglich, verloren gegangene Daten auf zerkratzten oder anderweitig beschädigten CDs und DVDs sowie Double-Layer DVDs, Blu-Ray-Discs und HD-DVDs wieder lesbar zu machen.
Für die Datenrettung geht man dabei folgendermaßen vor: Zunächst muss man ein Laufwerk auswählen, indem man den Speicherort für die später wieder hergestellten Daten festlegt. Danach wird CD Recovery Toolbox Free 1.1.11 zunächst das eingelegte Speichermedium analysieren, um zu zeigen, welche Daten auf diesem zu finden sind. Nun kann man die Daten auswählen, die wiederhergestellt werden sollen und anschließend auf „Save“ klicken, damit das Programm damit beginnen kann die Daten wiederherzustellen und zu speichern. Die geretteten Dateien kann man dann auf der Festplatte lesen. Ob die gewünschten Daten auch wirklich gerettet werden können, hängt davon ab in welchen Zustand sich das Speichermedium befindet. Ist das Medium leicht beschädigt, können möglicherweise alle Dateien wieder verwendet werden. Bei schweren Beschädigungen verringert sich die Wahrscheinlichkeit stark, dass überhaupt noch was zu retten ist.
Das Programm wird auf http://cd-recovery-toolbox-free.softonic.de/download zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt und ist für die Betriebssysteme Win 98 SE, Me, 2000, NT, XP, 2003 und Windows Vista geeignet.
DataRecovery 2.4.6
Das Programm DataRecovery 2.4.6 hat zwei unterschiedliche Funktionen: Einerseits kann es Daten auf Speichermedien wiederherstellen und andererseits kann das Programm dazu verwendet werden, Daten endgültig von Datenträgern zu entfernen, indem sie mehrmals überschrieben werden.
Um das Programm zu benutzen, muss man keine Installation vornehmen. Es kann auch ohne eine Installation über einen USB – Stick verwendet werden.
Mit DataRecovery 2.4.6 kann man entweder einen Schnellscan vornehmen lassen, bei dem das Programm nur oberflächlich nach den Daten sucht oder man wählt das Tiefenscan. Dieser Prozess dauert länger und bringt auch ein besseres Resultat. Der Benutzer muss zunächst das Laufwerk bestimmen, in dem Daten gesuchten werden sollen. Nach dem Scan zeigt das Programm eine Liste mit den gefundenen Dateien. Für die Wiederherstellung einer der Dateien muss darauf geklickt werden. Kann das Programm diese Datei retten, wird sie wieder hergestellt und auf der Festplatte gespeichert.
DataRecovery 2.4.6 kann auf den Betriebssystemen Win95, 98, 98SE, Me, 2000, NT, XP, 2003 und Vista angewendet werden. Auf http://datarecovery.softonic.de/download kann das Programm kostenlos heruntergeladen werden.
Undelete Plus 2.98 Portable
Auch mit Undelete Plus 2.98 Portable kann man verloren gegangene Daten auf Speichermedien wiederherstellen. Für die Benutzung des Programms muss es vorher nicht installiert werden und kann deshalb auch auf einem USB – Stick überall mitgenommen und angewendet werden.
Vor dem Start des Programms für die eigentliche Datenrettung sollte die Suche zunächst auf eine kleine Anzahl von Dateien und Verzeichnissen begrenzt werden, damit das Programm nicht stundenlang für die Suche benötigt. Undelete Plus 2.98 Portable zeigt nach der Suche zunächst eine Liste von Daten an, die das Programm gefunden hat und führt dann, nachdem der Nutzer bestimmte Daten ausgewählt hat, die Datenrettung durch.
Das Programm erfordert eines des folgenden Betriebssystem Win98, 98SE, Me, 2000, NT, XP, 2003 oder Vista. Unter http://undelete-plus-portable.softonic.de/download kann Undelete Plus 2.98 Portable gebührenfrei heruntergeladen werden.
Glary Undelete 1.3
Das Datenrettungsprogramm Glary Undelete 1.3 kann sowohl auf dem Rechner als auch auf Speichermedien schnell und zuverlässig nach gelöschten Daten suchen und sie eventuell wiederherstellen, soweit diese nicht schon überschrieben wurden.
Der Benutzer hat die Möglichkeit zunächst die Namen, die Größe und den Zustand der Datei, wonach gesucht werden soll, zu bestimmen und kann erst danach mit der eigentlichen Suche beginnen. Vergibt das Programm einer Datei die Note sehr gut, dann kann es mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder lesbar gemacht werden. Man wählt dann die gewünschte Datei aus und legt einen Speicherplatz dafür fest.
Das Betriebssystem Win98, 98SE, Me, 2000 oder XP ist erforderlich, damit das Programm auf dem Computer funktionieren kann. Herunterladen kann man das Programm unter http://glary-undelete.softonic.de/download.
FreeUndelete 2.1
Mit den Programm FreeUndelete 2.1 hat man die Möglichkeit gelöschte Daten auf allen Laufwerken wieder lesbar zu machen. Das Programm sucht zunächst nach den Daten, die mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit restauriert werden können. Danach kann der Benutzer die gewünschten Dateien auswählen und einen Speicherplatz für die festlegen, um dann mit einem Klick auf Undelete die Datenrettung zu beginnen.
Um das Programm anwenden zu können, muss man einen Arbeitsspeicher von mindestens 128 MB haben und zudem muss eines der Betriebssysteme Win2000, XP, 2003 oder Windows Vista vorhanden sein.
Das Programm kann unter http://freeundelete.softonic.de/download kostenlos herunterladen werden.
PC - Inspector File Recovery Version 3.0
Ein anderes Programm ist das "PC-Inspector File Recovery Version 3.0" von Convar, das seit dem 1. Juni 2009 kostenlos auf http://www.pcinspector.de/ heruntergeladen werden kann. Mit der Weiterentwicklung des Programms werden nicht nur die Formate FAT12, FAT16, FAT32 und das NTFS-Dateisystem, sondern auch das NTFS-Dateisystem von Windows NT4/2000/XP unterstützt. Zudem ist es nun möglich das Programm auf Netzwerklaufwerke anzuwenden. Für das Herunterladen der Freeware müssen auf der folgenden Webseite http://www.pcinspector.de/download_all.htm?language=2 zunächst die Lisenzbestimmungen akzeptiert werden. Anschließend kann man mit dem Download des Programms beginnen.
Das Programm ist so ähnlich wie der Windows Dateimanger aufgebaut. Der Benutzer muss hier zunächst den Datenträger auswählen, der von PC - Inspector File Recovery Version 3.0 durchsucht werden soll. Er kann zudem die Suche auf bestimmte Dateinamen u.a. beschränken. Die gefundenen Dateien werden vom Programm an einem von Benutzer festgelegten Ort gespeichert.
Für PC - Inspector File Recovery Version 3.0 ist eines der folgenden Betriebssysteme erforderlich: Win95, 98, 98SE, Me, 2000, NT, XP oder Windows 2003.
Der Benutzer kann zunächst eines der oben genannten Programme benutzen, um zu schauen, inwieweit die Freeware die verloren gegangenen oder gelöschten Daten wiederherstellen kann. Häufig ist es so, dass ein einziges Datenrettungsprogramm nicht alle Daten restaurieren kann, sodass man mehrere davon ausprobieren sollte. Will man bessere Resultate erzielen als die, die mit der Freeware zu erreichen sind, dann sollte man eines der gebührenpflichtigen Programme benutzen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit mit solchen Firmen Kontakt aufzunehmen, die sich darauf spezialisiert haben beschädigten Festplatten und Datenträger zu reparieren und die darin enthaltenen Daten wiederherzustellen. Einige dieser Firmen bieten ihren Kunden an, dass sie die Festplatten und Speichermedien darauf hin untersuchen, wie viele der gelöschten Daten gerettet werden können. Danach erhält der Kunde eine Liste der Dateien, die nach der Wiederherstellung benutzt werden können, und eine Rechnung für diesen Service. Er kann sich anhand dessen dann entscheiden, ob er das Angebot der Firma annimmt oder auch nicht. Deshalb ist es auch eine gute Möglichkeit seine Medien kostenlos darauf hin überprüfen zu lassen, ob die darin enthaltenen Daten überhaupt gerettet werden können. Wenn es der Fall sein sollte, dass das Medien so stark beschädigt ist, dass keine Daten gerettet werden können, hat man wenigstens diese Information von der Firma erhalten, ohne dass man aber etwas dafür bezahlt musste.
2. Sicherungsmethoden zur Verhinderung von Datenverlust
Der größte Teil des Datenverlusts kann auf eine beschädigte Hardware oder auf verschiedene Bedienungsfehler zurückgeführt werden. Um zu verhindern, dass wichtige Daten verloren gehen und man sich deshalb lange Zeit mit Programmen für die Wiederherstellung beschäftigen muss, die aber auch nicht alle Daten wieder retten können, sollte man vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Zunächst sollte man auch kennen, was die möglichen Ursachen des Datenverlusts sein können und wie diese vermieden werden können.
- Der Computer, Laptop etc. sollte vor starken Erschütterungen geschützt werden.
- Magnetfelder sind weitere Faktoren, die zu einer Störung bis zur völligen Zerstörungen der Festplatte führen können.
- Die Computer etc. sollten nicht zu warmen Temperaturen ausgesetzt sein.
- Auch die allgemeine Abnutzung der Hardware ist eine Ursache dafür, dass Fehler in den Daten auftreten.
- SD - Karten oder USB – Sticks sollte in trockenen Bereichen aufbewahrt werden.
- Beschädigungen können zudem durch Viren und ähnliches verursacht werden. Daher sollte ein Virusprogramm angewendet werden und regelmäßig auf den aktuellsten Stand gehalten werden.
- Datenverlust kann auch natürlich durch eigene Fehler vorkommen, wenn man zum Beispiel versehentlich eine Datei löscht. Hier kann man nur raten, dass man konzentriert arbeitet.
Erstellen von Sicherheitskopien
Sicherheitskopien aller wichtigen Daten zu erstellen, ist eine weitere Möglichkeit, um sich vor einer möglichen Beschädigung der Daten zu schützen. Die Sicherheitskopien können bei sehr kleinen Dateimengen per Hand durchgeführt werden. Bei größeren Datenmengen, die gesichert werden sollen, ist das Erstellen der Sicherheitskopien sehr mühselig und zeitaufwendig, weshalb man einen automatischen Prozess nutzen sollte. Auch dafür gibt es Programme, die zum Teil im Internet kostenlos zur Verfügung gestellt werden wie zum Beispiel das Programm HDClone Free 3.7.4.
Mit dem Programm HDClone Free 3.7.4 kann man Sicherheitskopien anfertigen lassen, die entweder auf der Festplatte oder auf externe Datenträger gespeichert werden können. Einerseits besitzt dieses Programm die Funktion, dass es die gespeicherten Daten von einer kleineren auf eine größere Festplatte einfach und schnellt überträgt. Andererseits kann HDClone Free 3.7.4 dazu verwendet werden, Sicherheitskopien seiner Dateien zu erstellen. Diese können dann bei einem möglichen Datenverlust für die Datenrettung benutzt werden.
HDClone Free 3.7.4 kann man kostenlos unter http://hdclone.softonic.de/download herunterladen.
Nachdem der Benutzer HDClone Free 3.7.4 auf seinem Rechner installiert hat, wird das Programm zunächst einmal eine eigene Startdiskette, die ein eigenes Betriebssystem besitzt, erstellen. Von dieser Diskette aus wird dann später mit der Sicherung der Daten begonnen. Zunächst muss jedoch der Computer neu gestartet werden, nachdem das Programm auf dem Rechner installiert worden ist. Anschließend kann man das Programm vollständig benutzen. Dabei kann bei der Erstellung der Sicherheitskopien zwischen verschiedenen Optionen für die Kopien gewählt werden, unter anderem zum Beispiel welche Daten kopiert werden sollen und wie sie kopiert werden sollen. HDClone Free 3.7.4 ist auf den Betriebssystemen Win95, 98, 98SE, Me, 2000, NT, XP, 2003 und Vista anwendbar.
Lokale und externe Speichermedien
Für die Sicherheitskopien sollten nicht nur lokale Datenträger genutzt werden, sondern auch externe Speichermedien, da bei einem Totaldefekt des PC auch nicht mehr auf die Sicherheitskopien, die auf der Festplatte des Computers gespeichert wurden, zugegriffen werden kann.
Es gibt dagegen zahlreiche externe Datenträger, auf denen die Sicherheitskopien gespeichert werden können und bei einem zukünftigen Datenverlust der Originale dann als Ersatz verwendet werden können. Doch nicht alle Speichermedien sind genauso gut für das sichere Aufbewahren der Kopien geeignet; auch sie können Defekte aufweisen. Die besten Sicherungsmedien für die Speicherung der Sicherheitskopien sind magnetisch beschreibbare Bänder wie Cartridges und Kassetten sowie externe Festplatten. Disketten sind dagegen nicht zu empfehlen, da bei ihnen häufig Fehler auftreten können.
Internetspeicher
Ein ganz besonderes „Speichermedium“ ist das Internet. Dabei dient ein Server im Internet als Speicher. Die Daten können dann bequem über das Internet auf den Server transportiert und gespeichert werden. Für eine schnelle und problemlose Handhabung ist deshalb eine schnelle Internetverbindung notwendig.
Für die Sicherung der Daten auf externen Speichermedien können also optische Speicher wie CDs, DVDs oder DVD – RAM sowie Magnetbänder wie zum Beispiel Digital Linear Typ und Linear Typ Open benutzt werden. Zudem gibt es noch die Möglichkeit des so genannten Online – Backups, bei dem externe Server für die Speicherung der Sicherheitskopien benutzt werden.
Die Sicherheitskopien sollten zudem regelmäßig erstellt werden, da nach einer Zeit immer davon auszugehen ist, dass Defekte auf der Festplatte oder bei anderen Speichermedien auftreten.
Mit folgenden Methoden kann man die Sicherheitskopien vornehmen:
- Man erstellt die Sicherheitskopien regelmäßig nach bestimmten Zeitabständen, indem man die letzte Kopie überschreibt. Dabei wird kein großer Speicherplatz vorausgesetzt und das gesamte kann automatisiert werden. Der Nachteil davon ist, dass möglicherweise bei einem Datenverlust die Kopien mit den fehlerhaften Daten überschrieben werden.
- Um das zu vermeiden, kann man auch Sicherheitskopien erstellen, bei denen man aber die letzten Kopien aufbewahrt. Damit wird einem die Wiederherstellung erleichtert, falls es dazu kommen sollte, dass Daten der Kopien beschädigte werden. Der Nachteil ist natürlich der, dass nach einer Zeit ein sehr Speicherplatz benötigt wird.
- Eine andere Möglichkeit ist es zunächst eine Komplettsicherung vorzunehmen, das bedeutet man kopiert einmal alle Dateien, die gesichert werden sollen. Danach wird nur eine inkrementelle Sicherung vorgenommen, bei der man nur die Änderungen noch einmal sichert. Diese Sicherungen können jedoch nach einer Zeit einen größeren Zeitaufwand bedeuten.
- Eine vierte Möglichkeit ist die, dass man in regelmäßigen Abständen eine Komplettsicherung vornimmt und dann je nach Bedarf eine inkrementelle Sicherung einsetzt, um die Änderungen auch in den Sicherheitskopien zu speichern, die nach der letzten kompletten oder instrumentellen Sicherung geändert wurden. Bei dieser Methode kann man den Speicherbedarf verringern, indem man nach größeren Zeitabständen wie nach einem halben Jahr nur die aktuellen Komplettsicherungen speichert und andere alte Sicherungen vom Datenträger löscht.
Um sicher zu stellen, dass keine Daten verloren gehen, kann man auch folgende Maßnahmen anwenden:
- Es gibt das System des Stripeset RAID-0, mit dem man die Geschwindigkeit der Festplatten erhöht, um damit eine höhere Leistung der Festplatten zu erlangen. Stripeset RAID-0 kann aber auch dazu verwendet werden, um eine größere Sicherheit der Daten vor einem möglichen Ausfall zu gewährleisten.
- Mirrorset RAID-1 ist eine Funktion, mit der man die Sicherheit vor Datenverlust durch die Spiegelung erhöhen kann.
- Zudem kann man auch beide oben genannten Funktionen gemeinsam verwenden, um eine doppelte Sicherheit zu schaffen.
- Es gibt auch Programm, die den Zustand der Festplatten regelmäßig überwachen, die vom Benutzer abgefragt werden kann. Dazu gehört zum Beispiel die S.M.A.R.T. – Technologie.
Je besser und übersichtlicher die Datensicherung vorgenommen wird und einwandfrei dokumentiert wird, desto schneller kann man bei einem Verlust von Daten auf diese zugreifen und die benötigten Daten herausfiltern. Deshalb werden in den Unternehmen ein eigener Plan und eine eigene Strategie ausgedacht, die bei der Datensicherung befolgt werden. Dabei wird unter anderem festgehalten, wer für die Datensicherung zuständig ist, wann und nach welchen Abständen welche Daten gesichert werden müssen sowie wie genau der Prozess der Sicherung verlaufen soll. Die Unternehmen sind zudem auch vom Gesetz her dazu verpflichtet eine regelmäßige Datensicherung vorzunehmen und die Speichermedium an einem sicheren Platz aufzubewahren, damit die Vorschriften über die revisionssicher Buchführung möglich ist.
Weitere Infos zu Datenrettung kostenlos auf besttips.de
|